Oberfaden in Nähmaschine einfädeln (Anleitung & Tipps)

Das Einfädeln der Nähmaschine unterscheidet sich teilweise ein wenig, ist allerdings auch davon abhängig, ob Sie eine alte Privileg oder eine neue Singer Ihr eigen nennen. Ebenso sind kleinere Unterschiede vorhanden, was damit verbunden ist, ob Sie eine mechanische oder computergesteuerte Nähmaschine nutzen. Letztlich ist das Grundprinzip jedoch immer ähnlich.

Auf der Oberseite der Nähmaschine befindet sich der Garnrollenhalter. Hierauf wird der Oberfaden entweder senkrecht, wie zum Beispiel bei einer alten Privileg oder waagerecht wie zum Beispiel bei einer neuen Singer aufgestellt.

Sofern der Nähfaden waagerecht auf den Garnrollenhalter angebracht wird, ist unbedingt darauf zu achten, dass der sogenannte Garnstopper ebenfalls aufgesetzt wird. Dies wird während des Nähens das Herabspringen der Garnrolle verhindern.

Nähmaschine Fuß

Um die Nähmaschine nutzen zu können, sollte zuerst der Ober- und Unterfaden richtig eingefädelt werden.

Unter- und Oberfaden

Bevor der Oberfaden eingefädelt wird, muss zuerst der Unterfaden auf einer Spule aufgespult werden. Sowie die Spule fertig gespult hat, kann das Einfädeln beginnen. Bei jeder Nähmaschine finden Sie eine Hilfe zum Einfädeln immer in der dazugehörigen Beschreibung, insbesondere auch für eine alte Privileg oder Singer. Bei neueren Modellen ist alternativ ein Einfädelweg auf der Oberseite der Nähmaschine angezeichnet.

Zu Beginn des Einfädel-Prozesses drehen Sie das Handrad Ihrer Nähmaschine, das sich an der rechten Seite befindet, so weit nach vorne bzw. zu sich hin, dass sich die Position der Nähnadel oben befindet. Gleichzeitig ist damit der Fadengeber auf der höchsten Position gestellt.

Nun wird der Faden von der Garnrolle durch eine Fadenführung gefädelt, anschließend weiter durch die Scheiben der Fadenspannung. Hierbei müssen Sie darauf achten, dass der Faden exakt zwischen den beiden Scheiben liegt, denn das ist für die Fadenspannung des Oberfadens sehr wichtig.

Die Fadenführung

Im nächsten Schritt ist oftmals nahe der Fadenspannung ein Umlenkbügel, von dem es direkt weiter zum Fadengeber geht. Von diesem Punkt wird der Oberfaden zum Fadenführungsbügel geführt, der in der Regel vorne oberhalb der Nadel sitzt. Weiter geht es dann zur Fadenführungsöse an der Nadelstange und von dort aus direkt zur Nadel.

Bei vielen Nähmaschinen befindet sich noch ein Haken, direkt über der Nadel. Hinter diesem Haken wird der Faden zusätzlich geklemmt, soweit er vorhanden ist. In die Öse der Nähnadel wird der Oberfaden grundsätzlich von vorne nach hinten durchgefädelt. Lediglich bei den meisten Industrienähmaschinen wird der Faden von links nach rechts durch das Nadelöhr geführt.

Sichtbare und unsichtbare Fadenführungen

Für den Fall, dass Sie keine alte Privileg einfädeln, werden Sie einige von den genannten Positionen nicht in Ihrem Sichtbereich haben. Diese liegen dann unterhalb der Vorderabdeckung. Durch die vorgegebene Führung an der Nähmaschine wird die Nähmaschine in einigen Teilbereichen automatisch eingefädelt.

Das Einfädeln ins Nadelöhr ist oft etwas anspruchsvoll. Es gibt externe Nadeleinfädler zu kaufen, der insbesondere für eine alte Privileg nützlich sein könnte. Der Einfälder funktioniert, indem man die kleine Drahtschlaufe durch das Öhr schiebt, den Faden dort einlegt und den Einfädler wieder zurück durch das Nadelöhr zieht. Eine neuere Nähmaschine aus dem Hause Singer oder anderen namhaften Modellen hat meistens einen Nadeleinfädler direkt an der Nadelstange eingebaut.

Der Sinn der Fadenführung

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Im obigen Video wird hervorragend nicht nur der Weg, den der Oberfaden durch die unterschiedlichen Fadenführungselemente der Nähmaschine nimmt, sondern auch die Hintergründe jeder einzelnen Station beim Einfädeln. Wenn Sie dieses Prinzip einmal verstanden haben, werden Sie nie wieder eine Anleitung zum Einfädeln benötigen und sich an jeder Nähmaschine zurecht finden.

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