Stiche beim Nähen (Anleitung) | Stich per Hand lernen

Viele haben bereits in der Grundschule die ersten Erfahrungen mit dem Nähen per Hand gemacht.
Dabei wurden vor allem kleine Projekte wie ein Nadel-Etuit aus Filz oder ein Stoffbeutel genäht, um etwas Übung beim Nähen per Hand bekommen.

In dieser Anleitung werden die vier bekanntesten Stiche vorgestellt, die auch Anfänger in wenigen Minuten lernen können.

Bevor mit dem Nähen begonnen werden kann, sollte Sie wie beim Nähen mit der Nähmaschine die Nadel je nach Material und Projekt auswählen. Feine Stoffe können mit einer dünnen Nadel verarbeitet werden, für Jeans oder Cord benötigen Sie eine etwas größere und dickere Nadel.

Anleitung für verschiedene Stich-Arten / Nähen per Hand

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Der einfachste Stich, den Sie per Hand nähen können, ist der Heftstich oder Steppstich.
Dabei wird die Nadel in gleichmäßigen Abständen mehrfach durch den Stoff gestochen und der Faden vorsichtig glatt gezogen, so dass er abwechselnd auf der Ober- und Unterseite zu sehen ist.

Der zweite Stich ist der Rückstich. Hierbei wird die Nadel von oben in der gewünschten Stichlänge durch den Stoff geführt.

Ziehen Sie den Faden vorsichtig bis zum Ende durch den Stoff, ohne zu viel Zug zu geben. Die Nadel wird beim zweiten Einstich auf halber Entfernung zwischen Ein- und Austrittsstelle erneut eingestochen. Es wird hierbei nicht wie beim Nähender Nähmaschine nach vorne, sondern bei jedem Stich ein Stück “zurück” näht, wodurch die Naht mehr Stabilität erhält.
(im Video ab 0:44 Min.)

Stoff Nadel Faden NähenEs gibt sehr viele verschiedene Sticharten beim Nähen – einige stellen wir Ihnen hier vor.

Der Blindstich kann zum Kürzen von Blusen oder Hosenbeinen verwendet werden, da die Naht außen nicht sichtbar ist. Dadurch kann mit dieser Stich-Art ein optisch sehr schön sauberer Abschluss erzeugt werden.
Für den Blindstich wird die Nadel nicht komplett durch die Stofflagen gestochen, sondern der Faden nur mit einzelnen Fäden der Stofflagen “verwebt”.

Dazu werden auf der Nadel abwechselnd Fäden beider Stoffteile aufgenommen. Wenn mehrmals die Seite gewechselt wird, kann sichergestellt werden, dass die Naht, obwohl sie “blind” also von außen unsichtbar ist, gerade wird. (im Video ab 1:39 Min.)

Unsichtbarer Leiterstich / Matratzenstich

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Ähnlich wie der Blindstich zählt der Leiterstich (auch Zickzackstich genannt) ebenfalls zu den unsichtbaren Stichen. Er eignet sich hervorragend, um eine Wendeöffnung oder Öffnung für eine Füllung (z.B. Stofftiere, Kissen) ohne Nähmaschine zu verschließen.

Die Nadel wird am Ende der Öffnung für 2-3 mm durch den Stoff gestochen und der Faden bis zum Knoten durchgezogen.Anschließend wird der Faden in gleichmäßigen Abständen abwechselnd zwischen den Stoffkanten durchgeführt. Nach ein paar Stichen, wird der Faden vorsichtig straff gezogen, wodurch sich die Öffnung zuziehen lässt.

Der Knopflochstich

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Ein eher dekorativer Stich ist der Knopfloch-Stich, da die Naht hierbei direkt sichtbar auf der Stoffkante gesetzt wird .

Dazu wird der Faden zunächst nur durch eine Stoff-Seite gestochen, sodass der Knoten zwischen den linken Stoff-Seiten versteckt werden kann und von außen nicht mehr sichtbar ist. Die Nadel wird auf der gegenüberliegenden Seite der Kante durch beide Stofflagen gestochen und der Faden in einer Schlaufe um die Nadelspitze herum gelegt.

Nun wird die Nadel herausgezogen. Ziehen Sie den Faden vorsichtig fest und stechen Sie die Nadel erneut auf der gleiche Stoffseite wie gerade ein, etc.

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