Löcher mit Nähmaschine stopfen (Anleitung) | Jeans & Socken

Jeans, Hose und Socken haben ein Loch – und nun? Sie kennen die Situation sicherlich auch – das gerade eben gekaufte Paar Socken wurde erstmals gewaschen, die gerade erworbene Jeans wurde erst wenige Tage getragen und schon ist es da: das erste Loch.

Doch was nun, den Socken bzw. die Hose einfach wegwerfen? In Zeiten von Wiederverwertbarkeit, Upcycling und Co. keine Option. Besser ist es, die Reparatur des Kleidungsstückes selbst in Angriff zu nehmen. Hierbei hilft die Haushaltsnähmaschine.

Loch ist nicht gleich Loch

Bevor es daran geht, das gefundene Loch zu stopfen, bedarf es einer genauen Betrachtung desselben. Grundsätzlich gilt: je größer das Loch, desto schwieriger ist es zu stopfen. Für kleinere Defekte reicht es, sich dem Problem manuell mit Nadel und Faden anzunähern. Liegen hingegen ein größeres Loch oder gar mehrere Löcher vor, so empfiehlt sich die Nutzung der Nähmaschine.

Auch wenn größere Näharbeiten anstehen, wie etwa das Stopfen von Arbeitskleidung, Geschirrtüchern oder Tischdecken, sollte der Griff zur Nähmaschine erfolgen, da Handarbeit in diesem Fall zu zeitaufwendig und eventuell nicht zielführend sein kann.

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Mit der Nähmaschine Löcher stopfen – wie geht das?

Um mit einer Haushaltsnähmaschine (z. B. von Singer) kaputte Kleidungsstücke zu stopfen, sollten Sie zunächst den Steppfuß an Ihrer Maschine durch den Stopffuß oder – je nach Bedienungsanleitung – durch den Stickfuß auswechseln. Im Anschluss wird, je nach Stoff, der gestopft wird, die Nähnadel ausgewählt, wobei entweder eine feine, eine runde Nähnadel oder eine Jerseynadel (für dehnbare Stoffe) zum Einsatz kommen sollte.

Wollen Sie mit dem Stopfen beginnen, spannen Sie Ihre Stopfarbeit zunächst in den Stopfrahmen ein, ehe Sie sie auf der Nähplatte platzieren. Halten Sie nun innerhalb des Stopfprozesses den Fadenlauf und die Anstopfe immer im Blick, damit es innerhalb des Nähprozesses nicht zu Problemen kommt.

Nun beginnen Sie mit dem Nähen, indem Sie bis zur sogenannten Umkehrstelle nähen, an der Sie eine Querverbindung einbauen, um eine Verhärtung des Stoffes an der Stopfstelle sowie die Entstehung neuer Löcher zu vermeiden. Im Anschluss wird durch gleichmäßiges Vor- und Zurückschieben des Stoffes ein Fadenstrang neben den Anderen genäht, ehe die gesetzten Fadenstränge im rechten Winkel überstopft werden.

Werden größere Löcher gestopft, so bietet sich die Verwendung eines Twistfadens an, bei welchem der Faden dicht nebeneinander über dem Loch vernäht wird. Größere Stellen, etwa an der Jeans oder der Hose, können auch durch das Einnähen passender Stoffstücke gestopft werden, die Sie im handelsüblichen Textilmarkt erwerben können.

Löcher in Socken und Jeans stopfen – ein Video

Vor allem, wenn Sie an der Nähmaschine weniger geübt sind, so bietet es sich an, sich vor den ersten Stopfversuchen Anregungen aus dem Internet zu holen. Hier empfiehlt sich YouTube als erste Anlaufstelle. Das Video „Gerissene Jeans im Schritt stopfen.

Stopffuß richtig nutzen. DIY Tutorial “ erläutert Ihnen etwa, anhand einer beschädigten Jeans, wie Sie die einzelnen Arbeitsschritte mit der Nähmaschine ausführen müssen, um ein ansprechendes Ergebnis zu erhalten.

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Das Loch ist nicht das Ende

Ein Loch etwa in Ihrem Lieblingskleidungsstück ist noch lange kein Grund selbiges dem Mülleimer zu überlassen. Wenn Sie großen Wert auf Nachhaltigkeit und Ressourcensparung legen, so bedarf es lediglich der Nutzung einer Nähmaschine, um Ihre Socken, Ihre Hose, Ihre Jeans oder andere Kleidungsstücke wieder auf Vordermann zu bringen.

Wagen Sie den Schritt des Stopfens. Sie werden sehen, es macht sich sowohl aus finanzieller wie auch aus umweltfreundlicher Perspektive bezahlt.

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